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Thüringer Allgemeine Zeitung, 26.01.04

Aktion: Konzepte zum Geschichtsort Topf&Söhne

ERFURT. Der Förderkreis Geschichtsort Topf & Söhne erinnert am morgigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus an die Geschichte der Erfurter Firma J. A. Topf & Söhne. Das Unternehmen entwickelte und produzierte die Krematorien für zahlreiche Konzentrations- und Vernichtungslager, darunter auch das Lager in Auschwitz, das am 27. Januar befreit wurde.

Nichts kennzeichne bislang die Industriebrache an der Weimarischen Straße, kritisiert der Förderkreis. Seit mehreren Jahren werde bereits über den künftigen Umgang mit dem Gelände diskutiert, heißt es in einer Erklärung. Sie fordert, dort einen Geschichtsort zu errichten. "Will man die historischen Überreste, an denen lokale Erinnerung und Auseinandersetzung möglich ist, nicht weiter dem rapiden Verfall überlassen, ist nun rasches Handeln gefragt."

Morgen soll es zwischen 12.00 und 16.00 Uhr auf dem Anger eine Aktion mit Informationen und Diskussionsmöglichkeiten geben. Der Förderkreis will mit den Erfurter Bürgern über den weiteren Umgang mit dem Gelände diskutieren: Wie könnte ein Geschichtsort aussehen? Welche Aufgaben müsste ein solcher Ort erfüllen? Erstmals soll auch die neue Konzeption des Förderkreises für einen Geschichtsort Topf & Söhne öffentlich präsentiert werden.