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Thüringer Allgemeine, 08.10.02 Wanderausstellung ist im Entstehen. Historie "Topf & Söhne" wird dokumentiertErfurt (km). Zur Geschichte der früheren Erfurter Firma "Topf & Söhne", die u. a. Verbrennungsöfen für Konzentrationslager herstellte, wird eine internationale Wanderausstellung entstehen. Darüber informierte auf TA-Anfrage Dr. Annegret Schüle. Die Historikerin arbeitet seit Februar und für zwei Jahre (eingeordnet in die Arbeit der Gedenkstätte Buchenwald) an der Dokumentation dieser Erfurter Firmengeschichte und der Verstrickung in Schuld und Mit-Täterschaft. Noch müssen Finanzen für die Ausstellung geklärt werden. Die zuerst in Erfurt, dann in anderen Städten gezeigte Exposition wird mit dem Stadtmuseum erarbeitet. Denn diese Industriegeschichte sei auch ein Stück Erfurter Stadtgeschichte, so Dr. Schüle. Die Geschäftskorrespondenzen zeigen u. a., so die Historikeerin, dass die Verbrennungsöfen tatsächlich auf dem Gelände im Sorbenweg entstanden und dasss verschiedene Bereiche von der Schmiede über Schlosserei bis zur Buchhaltung involviert waren. Dr. Schüle ist auch auf der spannenden Suche nach Biografien ehemaliger Mitarbeiter und würde sich über Hilfe von Nachkommen freuen. Irritationen gab es dagegen um die Zukunft des rund 3700 Quadratmeter großen Betriebsgeländes. Die jugendlichen Besetzer des Areals hörten von einem fast feststehenden Verkauf und protestierten vehement dagegen und gegen einen möglichen Abriss und eine etwaige Nutzung als Einkaufsstätte etc. "Wir wollen, dass dieser Geschichts-Ort erhalten bleibt und hier Geschichte vermittelt wird", so ein Vertreter gegenüber der TA. Und man ließe sich auch nicht einfach von diesem Ort vertreiben ... Dagegen versicherte der Notgeschäftsführer des Geländes, Dr. Thomas Dithmar, das es keinen Kaufvertrag, keinen Käufer wie auch keine Aufforderung zum Räumen gebe. In diesem Falle müsste man nämlich Gelände und Gebäude absichern. Und dafür sei ohne Investor kein Geld da. Man würde sich auch mit dem Förderkreis über die Nutzung des Verwaltungsgebäudes unterhalten. Jedoch sei noch kein schlüssiges Konzept vorhanden. |