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TLZ, 25.02.04

Topf & Söhne-Brache unter Denkmalschutz

Erfurt. (tlz) Das Landesamt für Denkmalpflege hat die historisch relevanten Gebäude auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma J.A. Topf und Söhne unter Denkmalschutz gestellt. Damit ist für den Förderkreis Geschichtsort Topf & Söhne eine entscheidende Wendung eingetreten. Er setzt sich dafür ein, dass auf dem seit mehreren Jahren brach liegenden, fast drei Hektar großen Gelände Möglichkeiten einer Auseinandersetzung mit der Geschichte geschaffen werden.

Die Firma hatte Verbrennungsöfen für Auschwitz, Buchenwald und andere Konzentrationslager entwickelt und produziert. Bislang schien der Geschichtsort Topf & Söhne durch den inzwischen stark fortgeschrittenen Verfall der historischen Gebäude stark gefährdet. Der Förderkreis plädiert nun dafür, die Diskussion über den künftigen Umgang mit dem Gelände voranzutreiben und zu konkretisieren.

Verfall fortgeschritten

Unter Denkmalschutz gestellt wurde nicht nur das Verwaltungsgebäude, in dem die Ingenieure die Krematorien entwickelten. Neben dem Versandgebäude wurden auch die Schlosserei und Klempnerei einbezogen, was der Förderkreis als wichtige Entscheidung und als wichtigen Schritt begrüßt. Damit bleibe die Möglichkeit, dass auch künftig der umfassende Produktionsprozess auf dem Gelände nachvollzogen werden kann. Bereits am 27. Januar hat der Förderkreis in einer neuen Konzeption seine Vorstellungen zur Gestaltung des Geländes und eines Geschichtsortes Topf & Söhne der Öffentlichkeit präsentiert.

@ Die Konzeption ist im Internet abrufbar unter www.topf-holocaust.de/texte/texte_look.php?load=1075727470