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TLZ, 05.03.05 Ohne Problem Öfen entworfenvon Jana Heintze Altstadt. (tlz) Weder eine Gedenkstätte noch ein Industriemuseum könne auf dem ehemaligen Gelände der Firma Topf & Söhne entstehen. Es solle dort vielmehr an diejenigen erinnert werden, die den Holocaust mit ihren Mitteln ermöglicht hatten. "Die Ingenieure entwarfen Verbrennungsöfen, ohne das zu problematisieren oder zu hinterfragen", sagt Eckart Schörle vom Förderkreis Geschichtsort Topf & Söhne, der die Nutzung des Geländes gestern in einem Workshop mit Politikern und Wissenschaftlern behandelte.Wesentlicher Bestandteil des Workshops war es, auszuloten, welche Möglichkeiten der Standort Topf & Söhne für eine pädagogische und wissenschaftliche Arbeit bietet. Dabei sollte es nicht nur um die Ofenproduktion während der NS-Zeit gehen. Es gebe andere Produktlinien, die im Rahmen der Industriegeschichte interessant seien, so Schörle. Ein Vorschlag der Workshopteilnehmer war deshalb, in eine spätere pädagogische Arbeit auch Berufsschulen mit Industrieberufen einzubeziehen sowie die Industrie- und Handelskammer. Zum festen Bestandteil solle auch die Ausstellung von Dr. Annegret Schüle, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Buchenwald, werden (TLZ berichtete ausführlich), die im Sommer in Berlin, anschließend in Erfurt und in Auschwitz gezeigt wird. Nach einer Austellungswanderung soll sie zur Dauerausstellung in Erfurt werden. Doch damit an der Weimarischen Straße ausgestellt werden kann, muss die Stadt die Voraussetzungen schaffen. "Wir zählen darauf, dass die LEG das Grundstück mit den Gebäuden erwirbt und die Stadt dann das Verwaltungsgebäude mit Freiflächen kaufen kann,", sagte Joachim Kaiser (CDU). Zusätzlich muss die Stadt ein Konzept zur inhaltlichen und baulichen Umsetzung erarbeiten. |