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TLZ, 19.06.06 Namen und Biografien in Erinnerung bringenvon boe Ausstellung "Deportation nach Belzyce" im Besetzten HausDaberstedt. Der Ort ist ungewöhnlich für eine Ausstellung dieser Art. "Deportation nach Belzyce" ist seit Freitag im Besetzten Haus auf dem ehemaligen "Topf & Söhne"-Gelände zu sehen. Doch Harry Stein, einer der Initiatoren der Ausstellung, ist überzeugt: "Das ist ein guter Ort hier, um das zu zeigen." Die Anfrage kam nicht von der Geschichtswerkstatt Weimar/Apolda, von der das Projekt ausgeht, sondern vom Besetzten Haus selber. Angst, dass dieser Ort mögliche Besucher abhält, hat Harry Stein nicht: "Wer sich dafür interessiert, findet den Weg hier her. Die Ausstellung muss für sich sprechen, nicht der Ort."
Ein idealer OrtIn den vier Jahren seit Bestehen der Dokumentation sei keine Anfrage aus Erfurt gekommen, so STein weiter. Die sich jetzt bietende Gelegenheit habe er ohne zu zögern genutzt. - Gezeigt wird der größte Deportationszug aus Thüringen und Sachsen, der 19842 in das Ghetto Belzyce bei Lublin fuhr. Dabei werden Namen und Biografien der deportierten Juden rekonstruiert und in Erinnerung gebracht. Zuden sind Belzyce und Lublin in der heutigen Zeit zu sehen. Die Ausstellung soll nicht nur erinnern, sondern auch ein Beitrag zur historischen Bildung sein. "Das hier ist ein idealer Ort, um zukünftig Bildungsarbeit zu leisten", so Stein, der sich vorstellen könnte, das Besetzte Haus auch für andere Ausstellungen zu nutzen. |