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Petra Bendzulla

Städtebaulicher Gestaltungsvorschlag für das ehem. Gelände der Fa. Topf & Söhne Erfurt

Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Lehrstuhl Baudenkmalpflege der Bauhaus-Universität Weimar mit dem Fabrikgelände des Krematorienherstellers Topf & Söhne in Erfurt. Dort wurde während des zweiten Weltkriegs der Großteil der Einäscherungsöfen deutscher Konzentrations- und Vernichtungslager entworfen, gebaut und immer weiter perfektioniert. Deshalb bietet sich der Ort wie kaum ein anderer als Erinnerungs- und Lernort an, um über die Zusammenarbeit von Unternehmen mit den Nationalsozialisten bei der Realisierung des Völkermordes nachzudenken. Daraus ergab sich die schwierige Aufgabe ein Reurbanisierungsszenario für diese Brache zu erarbeiten, in das die Erinnerung an diese Geschichte eingeschrieben ist.

Im Sommersemester 2004 entstand durch die Weimarer Studentin Petra Bendzulla eine städtebaulicher Studie: Unter anderem wurde vorgeschlagen als wichtiges Zeichen der industriellen Vergangenheit des Terrains die langgestreckte Montagehalle der Firma zu erhalten. Während südlich ein gut funktionierendes Wohngebiet in das ehemaligen Fabrikgelände hinein erweitert wurde, sind nördlich die Grundrisse der abzutragenden Produktionsanlagen des Krematorienherstellers Topf & Söhne archäologisch präsentiert und mit neuen Gebäuden für Dokumentationszwecke, Tagungsräume und Beherbergung kombiniert.